October 31, 2016

Herbstmond

Im fernen Glanz geboren
du Schein am Himmelszelt
auf dunklen Kranz der Welt
senkst dich mit goldnen Sporen

Des Talgrunds stillem Fluss
ein Nebelgrau entsteigt
von keinem Licht zerteilt
des Winters kalter Gruß

So trübt der Mond die fernen Ufer
schmilzt Dämmerlicht in andre Welt
es rinnt der Staub aus uns'ren Händen
- ein Spinnenfaden, der ihn hält

Die Farben flieh'n dem Herbst

und Sehnsucht fällt
als ein verlornes Blatt.





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